Lexikon


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Sonderzeichen

å – ein dunkles „a“ wie in: Båss, Flåsch (Bass, Flasche).

é – ein geschlossenes „e“ wie bei: schéé, Bétt, (schön, Bett).

ô – ein dem „o“ angenähertes „å“, das im allgemeindeutschen Stammwort immer als „a“ geschrieben wird. Beispiele: Hôwan, Bôscht (Hafer, Bart).

à, è, ì, ò, ù – Nasallaute, die durch einen nach links geneigten Akzent gekennzeichnet werden, während die im allgemeindeutschen Stammwort nachfolgenden Buchstaben „m“ und „n“ nicht geschrieben werden. Beispiele: seì, toà, Krèè (sein, tun, Kren).

è – am Wortende und in Endsilben: ein verschlucktes bzw. dumpfes „i“, das dem „e“ näher kommt als dem „i.“ Beispiele: Épfè, trupfètzn, (Apfel, tropfen).

öi – eine Verschmelzung von „ö-i“ bzw. „e-ü.“ Es handelt sich um eine lautliche Umwandlung der hochdeutschen Silbe „-eld.“ Beispiele: Göid, Föid (Geld, Feld).

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Alle
Dialekt Beschreibung Sound
Hagglsteckn (m) Spazierstock (meist aus Haselnuß)
Hagglziachn (n) Sportart namens Fingerhaggln, man zieht sich gegenseitig mit einem Finger über den Tisch
Hahnei (n) Beschäftigung, ehrenamtliche Funktion, Nebenjob
Håhr (f) Angeld zum Lohn, Vorauszahlung
hai rutschig
haidanè Hosn Hose aus Tiftin-Stoff - vgl. Toifèhaidane Hosn
Haiei (n) kleine Gartenhaue
Haiffei (n) kleiner Haufen
haiffèn Heuhaufen Schéwal" machen"
Hais, Haisei (m) Matthäus
Haisarin (f) Wirtschafterin
Haisl (n) offenes Plumsklo, kleines Haus
Haislkinèng m) Kotkegel im Plumsklo
Haislputza (m) feines Heu, das früher als Toilettenpapier-Ersatz verwendet wurde
Haislråtz (m) Schimpfwort für einen ungustiösen Menschen
Haislwurm (m) Larve (Rattenschwanzlarve) der Mistbiene, lebt in Fäkalien
Hallodrè (m) leichtfertiger Mensch
hamèsch heimlich
Håmm (f) Verbindungsteil vom Sensenblatt zum Stiel
håmma haben wir, auch eine Bezeichnung für etwas, das abgeschlossen ist
Hånd - unta da Hånd (f) Hand - günstig erworben, Gelegenheitskauf, der nicht bei einem offiziellen Händler getätigt wurde
Håndhôb - a Håndhôb hôb gegn éppan (f) etwas in der Hand haben gegen jemanden, einen Bewies oder dergleichen
Handl hôm mit jemanden zu tun haben, mit dem nicht alles glatt läuft
Håndlånga (m) Hilfsarbeiter am Bau, Handlanger
Håndlènga (m) rechtes Pferd im Zweiergespann - vgl. Sôôdlinga""
håndlôàs sich bei Geschäftsabwicklung einig sein
håndsåm friedlich, verträglich, praktisch, unkompliziert
Håndschlôg - Håndschlôggassl (n) (m) Handschlag, aber auch: Verlobung - der Fußweg in St. Johann zwischen Wilhelm (Tschibo) und Dechanthof heißt Håndschloggassl""
hängableim hängen bleiben, aber auch: im Wirtshaus versumpfen
Håns - Hansei - Hansè (m) Johann
Hanseipfoad (f) Herrenhemd mit Stehkragen
hantèg bitter, unleidlich
happan sich wehren, es happascht = es geht nicht geschmiert, es ziert sich, es wehrt sich
Happè (n) ein Stück Vieh
hoamalantn - dô tuats hôamalantn hier fühlt man sich wie zu Hause
happèg schwer, hart, zu viel Aufwand machend
Hoamatkrax (f) unverheiratete Erbin eines Hofes
hardigattè ärgerlicher Ausruf anstelle eines Fluches, hergottnochmal""
Hoamènger (m) jemand der vom Hof (dahoam) auf die Alm kommt, und das Personal besucht
Harmè (n) Hermelin bzw. Wiesel
harrschåftseitn Äusserung der Ungeduld, wenn etwas nicht will
hôamfahna - nit hôamdafahna heimgehen, heimfinden - nicht nach Hause finden z. B.: weil man im Wirtshaus versumpft
harwa - harwas Tuach vom Flachs - feines Tuch aus gesponnenem Flachs
hoamfôhn Almabtrieb
Håschbè (f) Haspel
hoamgeign ausjagen
håscht schwer zu ertragen oder fertig zu bringen, hart
hoamkéma nach Hause kommen, aber auch: etwas wird sich rächen, etwas wird jemandem einmal zurück gezahlt im Sinne von: das wird Dich einmal heimsuchen""
håscht z'dapåckn schwer zu ertragen, z.B.: eine Person
Hoamreahra (m) jemand der immer gleich nach Hause will
Hasn (m) Fohlen
hoamsinnèg familienverbunden, nicht gerne von zu Hause weg sein
Hau (f) Gartenharke, Haue
hoamstoanègn jemanden nach Hause treiben (steinigen), meist Buben oder im Wirtshaus sitzende Ehemänner
Haudèn (f) arme oder sehr kranke Frau
Hoan (m) Alpenerika, alpines Heidekraut, aus den Stengeln wird der Reischpi" gemacht, vgl. "Reischpihoan" und "Bäahoan"
haupguat gut genug
Hoangascht (m) gemütliches Gespräch, meist mit Nachbarn, auf Hausbank od. Garten
Haupt- und Prälåpp (m) Obertrottel
hoangaschtn reden, tratschen
hauskraffèn ein außereheliches Liebesverhältnis mit jemandem im eigenen Haus haben (Dienstboten) meist Bauer und Magd
Hoangaschtnidei (n) Busen
haut hì das geht in Ordnung
hoaß Toifè Ausschrei, wenn etwas besonders heiß ist, wenn man sich verbrennt oder verbrüht
hawiderè habe die Ehre (als Gruß) aber auch als Ausdruck des Erstaunens
hawiderè seì fix und fertig sein
Hax (m) das ganze Bein
Haxl - um's Haxl haun (n) Bein - übervorteilen
hoaßleidèg empfindlich gegen Wärme sein
haxln schnell gehen bzw. laufen aber auch: jemandem das Bein stellen
hoassn heißen, versprechen: der hôt ma's khoassn=der hat es mir versprochen, éppan oiss hoassn = jemanden wüst beschimpfen
haxndalèg fußkrank
hoatagwah Schneetreiben bei klarem Wetter
Haxwerch (n) schlechte, nicht besonders schöne Beine
hôbdè Fuhrmannsruf an die Pferde, wenn es wieder weiter geht
hea géh - leicht hea géh her gehen - leicht zu haben sein
Hôdadiil (n) leichtfertiges Mädchen
hea und - hea-undst schnell, unvermittelt
Hôdalump (m) zerlumpter Mensch, Landstreicher
Headarm (m) eine Unkrautart
Hôdan - an Hôdan drauf hôbn (m) Geschwindigkeit - eine hohe Geschwindigkeit drauf haben
Headei (n) Küken, schüchternes, empfindliches Mädchen, wehleidige empfindliche, zarte Person
Hoè (f) Hölle
Hof - an Hof aussè (m) der Hof, aber an Hof aussè" gingen früher die größeren Bauern, wenn sie in den Stall gingen"
Hôfn (m) Topf mit Henkeln
hôglbuachan widerstandsfähig, grob, zäh (oft für Menschen verwendet)
hôglèsch angriffslustig
Hôgmoar (m) der Stärkste
Hôi Hall in Tirol
hôi Ausruf des Erstaunens und der Verwunderung
höi - höi weàn - höi seì hell - morgendämmern - intelligent, klug sein. Nit da Höiéstè = der ist nicht der Klügste
hôi - jå hôi na sowas
Hoìa - rôuda Hoìa (m) Hollunder, auch Bezeichnung für heuer - roter Hollunter
Hoìakochdepp - Hoìakochdoggl (m) Obertrottel
Hoìamanndl (n) eingedicktes Hollunderkompott
hôian dumpf nachklingen
höiauf Steigerungsform im negativen Sinn. z.B.: wenn man ein unannehmbares Angebot erhält, muss man ja höiauf l?chn""
Hôib, Hôim (m) Stiel für Werzeug z. B.: Zappi""
hôibhanèsch wenn jemand gerne besonders prächtig und beeindruckend auftreten möchte, es ihm aber nicht gelingt, bzw. er nicht der richtige Typ dafür ist, dann ist er hôibhanisch""
heaflåschn verprügeln
Hôibhuh (m) Zwitter
hôibrass mittelmäß aber eher im negativen Sinn
heafoppn besonders loben, wobei das ins Übertriebene gehen kann
hôibs an Briafnan zur Hälfte im Grundbuch verbrieft sein
heagstraht hat es jemanden, der gestürzt ist, oder ist jemand, der fast erledigt ist, der Pech hat
Hôibschliidn (m) kurzer Schlitten, bei dem das Holz hinten auf dem Boden nachgezogen wird
Heàhl (n) kleine Hühner
Hoidex (m) halbrunde Haue mit kurzem Stiel zum Aushöhlen von Dachrinnen oder Brunntrögen - vgl. Hoan
Heahlzôù (m) Gras, das beim Mähen stehen bleiben kann
Hôididl (f) leichtfertiges oder auch leichtsinniges Mädchen
heahoassn versprechen, zusagen
höiffanzgood sagt man, wenn es blitzt - helfe uns Gott
heakein übertrieben loben, foppen, leicht verarschen
höiffgod - höifdagod Gesundheit" wenn jemand niest - helfe Gott"
heakugln hinfallen
höiffn helfen, aber: i wea da höiffn = dir wird' ich's schon zeigen; i wea da höiffn bei da Hust (da ist mit Huast die Gurgel gemeint)
heanst - heant einfach so
hôigstaad eigensinnig, halsstarrig
heapassn auf etwas dringend warten
hoih hohl
Heascht (m) Herd
Heaschtrôuhr (n) Kaminrohr, aber auch Backrohr
heàsechen - sicht's heà es hat den Anschein, dass ?
heatåtzn bremsen
heatuschn verhauen
heawåxn heranwachsen
heaweaschz - heaweaschz schaugn entgegenkommend, im Vorhinein - Zustimmung signalisieren
heaziachn hierher übersiedeln, aber auch: über jemanden schlechtes reden, aber auch: ewtas zu sich ziehen
heazizln jemanden herbei locken
heazodln an den Haaren ziehen
Hébbèn (f) Kröte, auch: sehr dicke Frau
höih - dés tuat höih nit hell - das ist überhaupt nicht möglich
hoihglochat sind Kühe mit einem eingesenkten tiefliegenden After
hoihgruaggat O-beinig
Hébeis (n) Eis in Tüte zum Halten
Hébmanndl (n) Wagenheber
Hedei (n) weibliches Ziegenkitz
Hedl (n) weibliches Ziegenkitz
Heez (m) Eichelhäher
Héfètiir (f) Tür im 1. Stock, die vom Gang in den Heuboden führt
Héggn (f) Dreikantiges, geklobenes Holz für Zaun - vgl. Schraazoù
höiliacht Tôg (m) in der Früh, wenn es hell wird is da höiliachte Tôg
Höiliachtè - da Höiliachtè (m) Teufel
Hoìm - Haìim (m) Halm, Halme, aber auch: de Haìm sind die nach dem Schnitt am Feld stehen gebliebenen Getriedehalme, welche als Futtermittel verwendet wurden
hoin - hoi ma dés holen - hol mir das
Hois, Hoisei (m - n) Matthäus
Hôisbreì (f) Dyphterie
hôisn halsen, um den Hals nehmen
Hoissn (nur Mz) Hülle von Hülsenfrüchten
hôit eben, nämlich, halt
Hoiweidn (f) Ausdruck für eine extreme Entfernung
hôiwèleitn Kirchenglockengeläute eine halbe Stunde vor der Messe
Hehn duckn heißt es, wenn der Hahn die Henne begattet
Héhna - nit von Héhnan sei Hühner - kein Schlechter sein
Hoiz (n) Holz
Héhnabaikè (n) Balken mit dem das Hühnerloch während der Nacht geschlossen wird
Hoiz bei da Wånd bzw. bei da Hittn (n) großer Busen
Héhnabiagei (n) Hühnerbeine entweder paniert oder gebraten
Héhnagattal (n) Gatter bei der Haustüre, das alleine zufällt und die Hühner vom Haus abhält - vgl. auch: Schlaagattal""
hoizas Glachta (n) Xylophon, eine besonders schadenfrohe Art zu lachen
Hoizbrockn (m) grober Mensch
Hoizhôôg (m) schräger Zaun, ähnlich wie Schraazoù, wird mit jeweils einem sich schräg kreuzendem Steckenpaar gemacht
Hoizknechtmiasl (n) Mit kaltem Wasser und viel Schmalz hergsetellte Mehlspeise
Hoizknechtsoihn (f) Holzknechthütte
Hoizkniidl (m) grober Mensch
Héhnagreiffa (m) beleidigende Titulierung unter Buben
Hoizkôust (m) Behälter für Holzvorrat im Haus
Héhnahaut (f) Gänsehaut
hoizn Holz zum Sammelplatz gleiten lassen
Héhnalèng (m) feiger oder furchtsamer Bub
Hoizschliddn (m) großer Schlitten zum Transportieren des Holzes im Winter
Hoiztrôôt (f) magere Heimweide, Viehauslauf
Héhnaloch (n) Schlupfloch beim Hühnerstall
Hoiztrui (f) aufgeschlichtetes Rundholz
Hoizzoà (m) Holzstapel
hoizzoàn Holz aufschlichten
hôm - hôt a Di? - dén hôts - der hôt oan halten, heben - hat er Dich erreicht - der ist wohl verrückt - der ist betrunken
hônaggln verspotten
hôô halten - Fuhrmannsruf an die Pferde
Hôô(r)gneist (n) Haarrückstände im Kamm, Schuppen etc...
Hôô(r)gneistwiizei (n) Haare, die zum Umwickeln des dünnen Zopfendes verwendet werden
Hôôg (m) Almstall, allgemein Einfriedung
hooglèsch kämpferisch, angriffsfreudig
Hôôr (m) Flachs, aber (n) auch Haar
Hôôrangangg (m) Hans Dampf in allen Gassen, jemand der gerne seine Späße mit anderen treibt vgl. Springingal
hôôrèg haarige, brenzlige Situation
Hôôrgneistwuzl (m) unlösbares Haarwirrwar - vergleiche den gordischen Knoten" , wird such verwendet für ein unlösbares Problem"
Hôôrlinsn (f) Leinsamen
Hôôroiei (n) Bachstelze
Hoosbohn (f) Sau- oder Pferdebohnen
Hoosbohn-Kischtôg Sonntag nach dem 15. August, weil da die Saubohnen geerntet werden
hôôschgéh auf gefrorenem Schnee gehen
Hôôschpeàl (n) Haarnadel
Hôôscht (m) angeeiste Schneedecke, Harsch
Hopfgåscht Hopfgarten im Brixental
hosln mit schnellen kleinen Schritten gehen
Hôslnusswischtei (n) Blütenstand der Haselnuss
Hôsn (m) Hasen
Hôsnbéél (n) Hasenkot
Hosnbledalèng (m) Hosenbein, Hosenrohr
Héhnamöih - s' Hehnamöih aufsah tut man jemandem, dem man es zeigen will.
Hosnhéwa - Hosnkrax (m - f) Hosenträger
Hosnsoacha - Hosnbrunza (m) Feigling, einer, der sich in die Hose macht
héhnfudèg spöttischer, ironischer Ausruck für sonderbares eigenartiges Verhalten
Hôsnspääl (n) Bezeichnung für eine geringe Menge Schnee, sodass man nur die Spur eines Hasen sehen kann.
hei glatt, schlüpfrig
Hosntiil (n) Hosenschlitz
Hei richtn Futterheu für die jeweilige Futterzeit vorbereiten
Hoss (f) Heuboden auf der Alm
heian schlafen, ruhen, sagt man meist zu Kindern
Heibill (f) zusammengeschnürter Heuballen, der auf dem Kopf getragen wurde
hôst mi? hast Du mich verstanden?
hott nach rechts - Fuhrmannsruf an die Pferde
hôuch koin etwas nur ungern bzw. widerwillig essen
hôuchè Ferschnstéckè hat eine stolze, überhebliche Frau
Hôuchfuiz Hochfilzen
houchgehnt ist eine Kuh mit langen Beinen
hôuchgschméckt stolz, überheblich
hôuchgschwôafat sind Kühe mit hohem Schweifansatz
hôuchgsechn bzw. hôugsechn arrogant, stolz, eingebildet
hôuchliacht aufhellen, die Wolken heitern auf
Hôuchmuatpempstl (m) eingebildeter, eitler, arroganter Schnösel
Heigeign (f) Gestänge, auf dem das Heu zum Trocknen aufgehängt wurde - auch Ausdruck für eine lange dürre Frau
heign Heu einbringen
Hôuchweda (n) Gewitter mit Blitz und Donner
Heigråttn (m) kleiner Heuwagen
Heigwôgn (m) Heuwagen
Heihupfa (m) Heuschrecke
Heiliga tåpp nôchè oh Du heiliger Strohsack
heinèg - heinèg beinånd seì abgemagert, nicht ganz gesund sein
Hougföi -z' Hougföi Flurname für den Bereich des heutigen Gasthofs Hochfeld-
Hôùggn (m) aufstehender Höcker im Gelände
Hôunanzn (f) Stangen am Schlitten zum Halten des Abstandes zwischen Pferd und Schlitten, die an den Schlittenhörnern befestigt sind. Konnten auch zum Ziehen verwendet werden.
Heita (m) bemitleidenswerter Mensch
Hôunschliddn (m) Schlitten zum Transportieren des Heues im Winter
Heitaschåft (n) Ausruf des Bedauerns
Helè (m) sonderbarer Mensch, ungepflegter Mensch
hém - hébb halten - dés hébb = es hält, es gibt auch Redensart aus da Taff hém" heißt, dass das Kind von der Taufpatin gehalten wurde"
Hémman (m) weißer Germer, giftige Almpflanze, die gegen Läuse hilft
Hénddlèng - mit dè Hénddlèng greifn (m) Handschuh, Fäustling - mit dè Hénddlèng greifn heißt: eine offensichtliche Lüge bzw. eine Dummheit aufdecken (im Sinne von die kann man sogar mit Handschuhen ertasten)
Héngst (m) Hengst - dreibeiniges Eisengestell für die Pfanne
Héngstei (n) Hengstfohlen
Hengstfuìei (n) Hengstfohlen
Héngstréssl (n) Hengstfohlen
Héppèn (f) Kröte, auch: behäbige Frau
her und her immer schon (räumlich und zeitlich)
herént herüben
Hérèst (m) Herbst
Hérèsthaal (n) Pflanze namens Augentrost
hergéh wieder aufgefunden werden, keimen, aber auch willig sein
herlèngs empfindlich
Herrischè (f) feine Leute (Herrschaften) Urlaubsgäste
herum herüber
Houscht - an Houscht hôm (m) Stolz - auf etwas stolz sein
Hérwèg (f) Herberge, Unterkunft
héscht hart im Sinne von: harte Konsistenz des Materials
Hôuschtputzn (m) Lieblingskind, Lieblingstier
héschtgnaggat hartnäckig
Hôuzat (f) Hochzeit
Hôuzatlôda (m) Hochzeitslader
Hétz (f) Gaudi, Lustbarkeit, Spaß
Hôuzatschaua (m) leicht beschränkter, langsamer Mann
hétzèg witzig, lustig
ha wie bitte?
Hôwagoaß (f) Nachteule, Fabelwesen
Haa - Hei (n) Heu
Hôwal (n) Verhalten von Harndrang bzw.Zurückhalten von anderen Bedürfnissen
Héwông (f) Hebamme
Haahupfa - Heihupfa (m) Heuschrecke
kaputt, hin, tot
Haaluttn - Heiluttn (f) Vorratsschacht für Heu
Hias (m) Matthias
haàn Haare verlieren, Winterfell verlieren
Håår (f) Anzahlung, Angeld
haaschtèg ist es, wenn die Schneedecke gefroren ist, auch Backwaren können haschtèg sein, wenn sie ausgetrocknet sind
Haasôg - Heisôg (f) Heustockteiler mit sägeförmiger Klinge
Haastecha - Heistecha (m) Heustockteiler mit halbmondförmiger Klinge
Hôwan (m) Hafer
hôwauf innehalten oder aufhören, kommt von einem Holzknechtruf
huttig beinånd seì in schlechter Verfassung sein, einen schlimmen Kater haben, sich schwach und krank fühlen, auch: schlampig bekleidet sein.
Hiaschgôrè (m) liebevolles Schimpfwort für einen gutmütigen Mann, der zum einen illusionär und zum anderen etwas blauäugig ist
Huttn (m) Stofflappen, Fetzen, Rausch
Huttn-Vev (f) schlampig gekleidete Frau
Hôwèch (m) Habicht, aber auch: böse Frau
Howèschoatn (f) Hobelspäne
Huafschoatn (f) Abfall vom Stutzen der Hufe vgl. schnoatn""
Huafzång (f) Hufzange beim Beschlagen der Pferde
Huast - eigentlich: d'Huast (f) Husten, aber auch die Gurgel
Huat - an Huat auf hôm (m) Hut - ziemlich bedient sein mit dem Partner bzw. der Partnerin
Hucka (m) einer, der ungern aus dem Wirtshaus heimgeht
Huckleda (n) Sitzleder
huckn sitzen, hocken
hudln schlampig arbeiten
Hudrèwachè (m) leichtsinniger Mann
Hudrèwudrè (m) Schlamperer
Hufa (m) Griff beim Ranggln (alpenländische Art des Ringkampfes)
Huh - da grôuß Huh - da kloà Huh (m) Hahn - Auerhahn - Spiel- oder Birkhahn
Huhbaam (m) Hühnerstange
Hui (f) Federbett, Hülle
Huia - Huialaam (f) Dachboden - kleiner Balkon unter dem Dach
Huialauch (n) Dachbodenluke
huian hallen in einem hellen Ton (Gegensatz zu hôian)
Huiastiagn (f) Stiege auf den Dachboden
Huiawuzl (m) Fabelwesen, zum Erschrecken der Kinder vgl. Beedlbuuz
haatschn mühsam, schleppend gehen
Hiata (m) Almhirte, bei uns Bezeichnung: Küahbua - auch für ältere Hirten, im Brixental: Hiata
Huif (f) die Hilfe
habban ein Kind tragen, auf den Schoß nehmen
Hiawè (n) ein ganz kleiner Rest, der übrig bleibt (vor allem beim Essen)
Humma (m) Hammer
hachèn Auskämmen des Flachses
hunaggèsch klein, vgl. gfiggat, létz
håckn hacken
hundhôuch hundhoch, sehr klein
Hadadaxl (n) Eidechse
hibsch dè gleichn immer dieselben
Hundlèng (m) heimtückischer oder raffinierter Kerl, kann also positiv und negativ verwendet werden
Hundsgebuut - ôi Hundsgebuut andauernd, immer wieder in kurzen Zeitabständen
Hundsmåschta - mit Hundsmåschta mit Hundsschanden
Hundsminuten - ôi Hundsminutn andauernd, immer wieder in kurzen Zeitabständen
Hundsriid - ôi Hundsriid andauernd, immer wieder in kurzen Zeitabständen
Hundsschåntn - mit Hundsschåntn mit Hundsschanden
Hunif (m) Hanf, bzw. Hanfsamen
Hieweahra (m) dem Tod geweihtes Vieh, meist nach der Geburt
Hifôiadè - s'Hifôiadè (n) Epilepsie
hifôin - herfôin hinfallen, herfallen, wenn es tolpatschig geschieht sagt man eher herfôin
Hìhfè (m) Holzstangen mit Aststumpfen zum Heu trocknen
hìhfèn Heu zum trocknen an Stangen hängen
Hadalèng (m) sehr schlanker, schwächlicher Junge oder Mann
hikoin wiederkauen
Hunifbrechè (f) Holzgerät mit dem Hanf geklopft wird, um die weiche Faser zu gewinnen. Auch: böses Weib
Hafal (n) Tasse
Hunifriffè (m) Gerät zum Kämmen von Hanf
haftèg schwach, schwächlich, kränklich
Haftl - Haftl eichè hôu (f) Häckchen zum Zusammenhalten von Kleidungsstücken - etwas erschweren bzw. verhindern
Haftlmåcha - aufpassn, wia'r a Haftlmåcha (m) Handwerker, der Hafteln und dergleichen herstellt - eine Tätigkeit besonders konzentriert ausüben
Haggei (n) kleiner Haken, aber auch kleine magere Person (z.B.: Frau oder Kind)
Haggl (m) Haken
Hunischneest (n) Hornissennest
hunzn sekieren, zu leid tun
Hupfaufbeißwurm (m) Viper
huscha kalt
Himmèbrånd (m) Königskerze, laut Volksmund ein Indikator für die potentielle Schneehöhe im folgenden Winter
Haggliwawurf (m) Halbgeschirr der Pferde
Himmèbrôut (n) Zittergras (Briza media)
himmèhoata - himmèglaslhoata klares wolkenloses Wetter
Himmèmammèschuachei (n) Hornklee (Lotus corniculatus)
Huschpè (f) nicht ganz ernst zu nehmendes, geschäftiges Weibsbild
himmèseitn na so was
huschtèg freundlich und gut aufgelegt, hurtig, flink
Himmèvåttazechei (n) Hornklee (Lotus corniculatus)
husèg rasch, schnell, eilig handeln
himmèweit sehr weit, da fehlt es himmelweit
hussn - aufhussn hetzen - aufhetzen
Himmitatti (m) Himmelvater - Gott Vater
Hutschareit (f) Schaukel
hin und hi - hin unst hi andauernd während der ganzen Strecke
hutschn schaukeln
Hinddei (n) Hündchen
hinddln heißt es, wenn Hunde Junge bekommen
hineischuidèg in jemandes Schuld stehen, mit Defizit aussteigen
Hink (m) Honig
hint eichè mérkn falsch verstehen
hint off seì keinen Ausweg mehr wissen
hintaranån kéma nacheinander kommen, aber auch: zum Streiten kommen
hintarigéh zurück gehen, aber auch: entbinden
hintaschaadèg langsam von Begriff
hintasihnèg depressiv
hintastandèg rückständig
hintastoièg unterentwickelt
hintaweaschz Richtung nach hinten, rückwärts
hintazinntèg betrügerisch, falsch, hinterfotzig
hintnochè hosln Schritt zu halten versuchen
hintoff ratlos, hilflos, ohne Rückhalt
hintrèkéma niederkommen, gebären
hintummèglånga - nit hintummèglånga nach hinten greifen - nicht verlegen sein
hintunt hinten unten
hinum hinüber
Hinundher (m) ein wankelmütiger Mensch auf den man sich nicht verlassen kann
Hio (m) Rausch
hìsechn jemandem etwas nachsehen, verzeihen
hìseìlåssn jemandem etwas nachsehen, verzeihen
hìtoà - wo soid i Di hìtoà hingeben bzw. hinstellen - wo soid i Di hìtoà? In welche Familie bzw. Gruppierung soll ich Dich einordnen, da Du mir bekannt zu sein scheinst
hìzoan hinschlichten, hinstapeln
hoàbuachan - hoàbiacha widerstandsfähig, zäh, derb (bei Personen)
hoaggl - nit hoaggl egal, heikel, - nicht heikel sein
Hoagglkropf (m) jemand, der vieles nicht ißt oder mag
hoamalan - mi tuats hôamalan Heimweh bekommen - ich habe Heimweh
håmmas ? sind wir fertig? ist es erledigt?
Hôizschuach (m) Holzschuhe
Huhbam (m) Hühnerstange
hiad hätte - hiad i decht = hätte ich doch, heute sagt man eher i heed""
hint eichè kriachn jemandem in den Arsch kriechen

Museums- und Kulturverein
St. Johann in Tirol


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å – ein dunkles „a“ wie in: Båss, Flåsch (Bass, Flasche).

é – ein geschlossenes „e“ wie bei: schéé, Bétt, (schön, Bett).

ô – ein dem „o“ angenähertes „å“, das im allgemeindeutschen Stammwort immer als „a“ geschrieben wird. Beispiele: Hôwan, Bôscht (Hafer, Bart).

à, è, ì, ò, ù – Nasallaute, die durch einen nach links geneigten Akzent gekennzeichnet werden, während die im allgemeindeutschen Stammwort nachfolgenden Buchstaben „m“ und „n“ nicht geschrieben werden. Beispiele: seì, toà, Krèè (sein, tun, Kren).

è – am Wortende und in Endsilben: ein verschlucktes bzw. dumpfes „i“, das dem „e“ näher kommt als dem „i.“ Beispiele: Épfè, trupfètzn, (Apfel, tropfen).

öi – eine Verschmelzung von „ö-i“ bzw. „e-ü.“ Es handelt sich um eine lautliche Umwandlung der hochdeutschen Silbe „-eld.“ Beispiele: Göid, Föid (Geld, Feld).